Wangerooge

Wangerooge ist die östlichste der bewohnten Ostfriesischen Inseln und heute Zentrum des Fremdenverkehrs.
Im Jahr 2004 feierte die Insel Wangerooge ihr 200-jähriges Bestehen als
Seeheilbad. Hauptgeschäftsstraße ist die Zedeliusstraße. Die Insel ist
vom Festland aus mit dem Schiff oder Flugzeug erreichbar. Der
Festlandshafen, über den ein Großteil des Personen- und Güterverkehr
zur Insel abgewickelt wird, ist Harlesiel.
Neben dem heute genutzten Yacht- und Fährhafen im Westen hatte
Wangerooge früher auch einen Fähranleger an der Ostspitze und einen
erst vor kurzem geschlossenen stark tideabhängigen Yachthafen in der
Mitte, die "Saline". Die Strecke vom Hafen (Westanleger) zum Dorf wird
von einer bekannten Kleinbahn (Schmalspurbahn) befahren, der
Wangerooger Inselbahn. Die Eisenbahn ist praktisch das einzige
motorisierte Verkehrsmittel zu Lande, denn die Insel ist autofrei.
Im Norden der Insel liegt der feine, weiße Sandstrand. Über die gesamte
Insellänge, etwa 9 km, zieht sich auf der Nordseite der Insel eine
mehrere Meter breite und an manchen Stellen bis zu 10 Metern hohe
Dünenkette. Um den Flugsand zu halten und den Abtrag der Dünen zu
verhindern, wurde sie mit Strandhafer und Strandroggen, dem sogenannten
Helm, bepflanzt. Die Dünenkette schützt die Insel bei Stürmen vor dem
Wasser und der Brandung von der Seeseite her.
Im Osten der Insel befindet sich der ehemalige Ostanleger. Er wurde
1902/03 als tideunabhängiger Anleger gebaut. Die Gezeitenströmung der
berüchtigten Blauen Balje, der winterliche Eisgang und die Sturmfluten
beschädigten den Anleger oftmals so stark, dass er nur unter großem
Aufwand immer wieder hergerichtet werden konnte. 1958 entschloss man
sich dann das angeschlagene Bauwerk endgültig aufzugeben und teilweise
abzureißen. Hinter der Blauen Balje liegt Oldeoog, die Vogelinsel.
Dieser Teil ist der ruhigste Teil der Insel und lädt dazu ein, seine
Seele baumeln zu lassen.
Im Süden von Wangerooge haben die Insulaner dem Meer einige Meter
abgerungen und ihr Häuser auf das neu gewonnene Land gebaut. Auf dem
Deich kann man stundenlang wandern. An der Innenseite des Deiches um
den Ostgroden verläuft der Deichgraben, der so genannte Ringschlot. Er
sorgt für die Entwässerung des Ostgrodens und des Flugplatzes. Zwei
Pumpen befördern das angesammelt Wasser hinaus ins Wattenmeer. Das
Wattenmeer zwischen Festland und Insel bietet Lebensraum für eine
vielfältige Tier- und Pflanzenwelt und darf deshalb nur in Begleitung
eines dafür zugelassenen und ausgebildeten Führers betreten werden. Dem
Schutz dieses einmaligen Lebensraumes dient die Nationalparkverwaltung
Niedersächsisches Wattenmeer.
Im Westen der Insel betritt man historischen Boden, denn hier findet
man das Fundament des alten Westturms bei Ebbe am Strand, als letztes
Fragment des steinernen Wehrturms gegen die Naturgewalten. Von Menschen
gebaut, von Menschen zerstört, stand er Jahrzehnte im Mittelpunkt des
alten Wangerooger Dorfes, dass in der stürmischen Silvesternacht 1854
untergegangen ist. Dahinter findet man den neuen Wangerooger
Leuchtturm, das beständige Pfeifen seiner Radarantenne bei
Nordwestwind, der rote Schein seines Feuers, sind Garanten für die
sichere Fahrt der Schiffe am Horizont. Zum Greifen nahe, Spiekeroog.
An Freizeitaktivitäten hat Wangerooge alles zu bieten, was das Herz
begehrt. Von Radfahren, Schwimmen, Walking über Beachvolleyball, Tennis
und Reiten bis hin zum Windsurfen, Katamaran-Segeln oder
Wattwanderungen – alles ist möglich! Das Freizeitbad „Oase“ oder das
Gesundheitsbad laden zum verweilen und entspannen ein.
www.wangerooge.de
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