Juist

Juist (Töwerland), am Wattenrand der südlichen Nordsee, liegt zwischen
Borkum (westl.), Memmert (südwestl.) und Norderney (östl.) und ist Teil
des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Die Insel ist 17 km
lang und (gezeitenabhängig) teilweise nur 500 m breit. Auf der Insel
gibt es zwei Orte: den Hauptort Juist (auch Dorf genannt) und das Loog.
Das Töwerland - der Name stammt vom friesischen Wort “Töwer” = Zauber,
ist als Sandinsel ein erdgeschichtlich junges Gebilde, etwa 2000 Jahre
alt. Wasser und Wind haben den Inselkern aufgebaut, der dann von
Pflanzen, später auch von Tieren und Menschen besiedelt wurde. 1398
taucht der Name “Juist” zum ersten Mal in einem amtlichen Dokument auf.
Man leitet ihn vom friesischen Wort “güst” = unfruchtbar ab.
Die von der Nordsee aus sichtbare "Skyline" von Juist besteht nur aus
zwei Gebäuden: dem Wasserturm und dem Kurhotel, welches seit der
Renovierung eine dem Deutschen Reichstag ähnliche Kuppel hat. Der
Leuchtturm am Hafen ist zu klein, um von der Nordsee aus gesehen zu
werden und hat keine für die Seefahrt (auch nicht für die Fähren)
relevante Funktion, trägt aber zur Verschönerung des Hafengeländes bei.
Eine naturkundliche Besonderheit ist der "Hammersee", ein großes
Binnengewässer im westlichen Drittel des langen, schmalen Inselkörpers.
Dieses entstand bei einem Durchbruch des Meeres ("Hammer" bedeutet
niedriges, nasses Terrain) durch die nördlichen Randdünen während der
Sturmfluten des 17. und 18. Jahrhunderts, welcher zur Trennung der
Insel in zwei Teile führte. Um das Jahr 1770 begann man den 2 km
breiten Durchbruch vorerst an der Südseite zuzuschütten. Erst 1928
wurde die Nordseite "repariert". Im Laufe der Zeit ging der Salzgehalt
im Hammersee zurück - heute ist es ein leicht brackiger Süßwassersee
mit Schilfröhricht, umgeben von Dünenketten.
Juist geht im Westen in eine große Sandbank, das Billriff über. Ein
Spaziergang um die Bill ist ein einzigartiges Erlebnis, denn in dieser
Region treffen sich Nordsee und Wattenmeer. Bei ablaufendem Wasser
erlebt man das Billriff als große Sandwüste in der Nordsee. Allein
dieser Anblick ist die Reise wert. Die Bill oder das Billriff besteht
aus mehreren großen Sandbänken. Zwischen den Sandbänken verlaufen
Priele, die sich bei Flut schnell mit Wasser füllen. An der Bill kann
man mit etwas Glück Seehunde beobachten oder während der Zugsaison,
Zigtausende Zugvögel. An diesem Ende der Insel steht auch die "Domäne
Bill", ein Ausflugslokal, in der man sich nach einer anstrengenden
Wanderung oder Radfahrt u.a. mit echtem ostfriesischen Rosinenstuten
stärken kann.
Der Kalfamer ist das Ostende der Insel. Ähnlich wie im Westen findet
man auch hier ausgedehnte Sandflächen, doch sie sind erheblich grüner,
denn hier entstehen überall neue Dünen. Der Kalfamer ist das jüngste
Gebiet der Insel. Tausende von Vögeln machen hier Station zum Brüten
und Rasten.
Da Juist gerade im Ortsbereich nicht sehr breit ist, liegt der Strand
immer nur ein paar Schritte entfernt. Das macht die Insel wirklich
schon ein wenig speziell.
Der Juister Strand ist ein Eldorado zum Baden, Sonnen und Spielen. Als Badeplätze sind der
Hauptbadestrand im Ort und das Loogbad ausgewiesen. Diese Strände
werden zu den offiziellen Badezeiten von Rettungsschwimmern betreut.
Die Badezeiten richten sich nach Ebbe und Flut und sind überall im Dorf
an den verschiedenen Info-Stellen ausgedruckt. Einen idealeren
Sportplatz als den Juister Strand kann man sich kaum vorstellen. Für
Gemeinschaftsaktionen, für private Aktivitäten, für Turniere und
Wettkämpfe – machen Sie einfach mit.
Vielfältige Wellness- und Kurangebote sind ebenfalls vorhanden – Juist
ist ein Kurort. Sportliche und kulturelle Veranstaltungen erstrecken
sich das ganze Jahr über und laden ein zum Mitmachen.
www.juist.de
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